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Vom Offiziersspiel zum TV-Schlager – die Geschichte des Snookers

 

Snooker hat mittlerweile seinen festen Platz im TV-Programm der Sportsender. Kein Wunder, dass diese Variante des Billardspiels immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Ausgehend von der britischen Insel, verbreitet sich das Spiel mit den bunten Kugeln in der ganzen Welt. Im Folgenden soll ein Überblick über die Entwicklung des Snookerspiels gegeben werden.

Aus der Kolonie in die Welt

Es kommt nicht von ungefähr, dass Snooker eine Sportart der Etikette und Contenance ist. Mitte des 19. Jahrhundert entwickelten britische Offiziere diese Version des Billardspiels in der indischen Kolonie. Die Grundzüge des ursprünglichen Billardspiels gehen jedoch bis in das 16. Jahrhundert zurück. Schnell verbreitete sich Spiel zunächst in England und von dort aus in der ganzen Welt. Wesentlich zur Popularität beigetragen hat auch die frühe TV-Präsenz der Wettkämpfe. Dabei hat Snooker diese Stellung einer glücklichen Fügung zu verdanken. Als die britische Rundfunkanstalt BBC im Jahr 1969 geeignete Inhalte suchte, um das gesamte Spektrum der neuen Farbfernsehgeräte zu demonstrieren, fiel die Wahl auf Snooker. Der bunte Filz und die farbenreichen Kugeln dienten als perfektes Anschauungsmaterial der neuen Technologie. So kam es, dass der Pot Black Cup im Sommer 1969 die erste landesweite Billardübertragung wurde. Seitdem hat die Sportart nicht nur auf der britischen Insel einen festen Platz im TV-Programm erobert. Sender wie Eurosport bieten dem Snooker viel Sendezeit.

Tradition schlägt Trend

Wie bereits erwähnt, ist Snooker ein Spiel der Contenance und Etikette. Britische Höflichkeit gibt bis heute den Ton des Spiels an. Deutlich wird dies an dem Beispiel der Kleiderordnung. Jahrhundertelang war die Fliege Pflicht für die Spieler. Als man vor einigen Jahren die Bestimmungen etwas lockerte, setzte sich der gepflegte Auftritt trotzdem durch, weshalb das elegante Accessoire weiterhin zum Standard des Snookers gehört. Neben der Kleidung betrifft die Etikette auch das ehrenhafte Verhalten der Spieler. Ganz wie es sich für einen Gentleman gehört werden Fouls üblicherweise zur Selbstanzeige gebracht, wenn diese unentdeckt oder ungeahndet bleiben würden. Trotzdem gibt es auch in einer vergleichsweise „förmlichen“ Sportart wie Snooker bunte Paradiesvögel

Ronnie O’Sullivan als Rockstar des Snookers

Der wohl bekannteste Snooker-Spieler der Welt ist Ronnie O’Sullivan. Der Brite dominiert seit mehr als 20 Jahren die Billardszene und gehört aufgrund seines extrovertierten Auftretens zu den schillerndsten Persönlichkeiten der gesamten Sportwelt. Berühmt wurde er durch seinen furiosen Weltrekord aus dem Jahr 1997, welcher ihm den Spitznamen „The Rocket“ einbrachte. Seitdem räumte O’Sullivan alle großen Wettbewerbe des Snookers mehrfach ab. Auch bei der kommenden Weltmeisterschaft ist er bei Sportwetten mit einer Quote von 4.33 der ganz großen Favorit auf den Titel. Mit kleineren Skandalen und Eskapaden sorgte O’Sullivan aber  auch abseits des Billardtisches für Schlagzeilen. Seiner Popularität tat dies allerdings keinen Abbruch – ganz im Gegenteil, der Bekanntheitsgrad des Snooker-Stars geht weit über den seiner Kollegen hinaus. Trotz der vielen Nebengeräusche und der gesundheitlichen Probleme ist es O’Sullivan fast immer gelungen, Leistung zu bringen und die Kugeln unter Kontrolle zu halten. Viele Snooker-Neueinsteiger sehen in dem Briten eine Art Idol – was das Sportliche betrifft mit Recht.

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